Throwback Thursday: Japans Süden Part 4 – Hiroshima (25/07/12 – 28/07/12)

Hallo ihr Lieben,
dieser Beitrag sollte eigentlich der letzte in meiner Reihe „Japans Süden“ werden. Jedoch hab ich mich dazu entschieden euch noch etwas aus dem Friedenspark in Hiroshima zu zeigen. 
Das hier liegt mir besonders am Herzen, da es emotional und vom mitreißenden Aspekt der Höhepunkt in Hiroshima und seiner traurigen Vergangenheit war.
Ich zeige Euch noch Bilder zur „Hiroshima National Peace Memorial Hall for Atomic Bomb Victims“. Es wird nur ein kurzer Beitrag, aber mir war es, wie bereits gesagt, besonders wichtig, euch das hier näher zu bringen.
Hiroshima National Peace Memorial Hall
Die Peace Memorial Hall soll dazu dienen sich an die Opfer der Atombombenanschläge in Hiroshima und Nagasaki zu erinnern. Das Gebäude selbst ist rund. Am Anfang sieht man oberhalb des Gebäudes eine Uhr, mit der berühmten Uhrzeit 8:15, als die Atombombe damals in Hiroshima einschlug. 
Uhren-Monument am Eingang
Dabei heißt es:
 „Betrauere die  Leben, die beim Atombombenanschlag verloren gegangen sind. 
Wir verpflichten uns, die wahrheit dieser Tragödie Japan und der ganzen Welt zu vermitteln. 
Gebe es weiter an die Zukunft, Lerne die Lehren der Vergangenheit und 
schaffe eine friedliche Welt, frei von nuklearen Waffen.“

Zu Beginn tritt man eine kleine Zeitreise an, die einen von heute zurück in die Vergangenheit, bis hin zum 6. August 1945 bringt. Man läuft dabei wie durch einen Zeitstrudel rückwärts durch die zeit, bis man in der „Halle der Erinnerungen“ landet. An dem Tag hatten wir Glück und waren dort alleine, wodurch die Atmosphäre besonders gut übermittelt wurde und durch die Stille dort sehr sehr bedrückend war. Die Halle ist ebenfalls rund. An den Wänden rundherum sieht man das Panorama Hiroshimas direkt nach dem Einschlag. Dabei besteht dieses Bild aus 140.000 einzelnen Mosaik-Stückchen, welche repräsentativ für die Opfer der Atombombe stehen, die bis Ende August verstorben sind. In der Mitte befindet sich ein Brunnen, welcher den Seelen der Opfer, die am Tag des Anschlags verdurstet sind, Wasser spenden soll.

Halle der Erinnerungen

Anschließend kann man in einer Datenbank sich über alle Opfer, die bis heute erfasst wurden informieren. Dabei gibt es immer noch viele Todesopfer, die nirgendwo registriert sind. Anhand dieser Datenbank bekommt das Ausmaß des Anschlags ein Gesicht und man kann sich ein Bild davon machen, welche Größenordnung dieser hatte. Ebenfalls ist es möglich sich Erlebnisberichte von Überlebenden anzuhören, anzusehen und darüber zu lesen.
Ich fand den Besuch der Memorial Hall auf der einen Seite sehr bedrückend und traurig, aber möchte dieses Erlebnis auch nicht missen. Ich kann nur jedem Japan-Reisenden empfehlen in Hiroshima dem Friedenspark und der Geschichte Hiroshimas etwas Zeit zu widmen. Es ist erschreckend, traurig, aber auch erstaunlich und sehr lehrreich.
Nächste Woche folgt dann nun der endgültig letzte Teil meiner Reise durch „Japans Süden“. Es geht nach Nara, die Stadt mit dem größten sitzenden Buddha Japans.

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